MyDirtyHobby Angebot im Überblick

Das Portal „MyDirtyHobby“ zählt mit zu den ältesten und bekanntesten Amateursex-Communities am deutschen Markt. Die Grundidee dahinter: Amateure bieten hier erotische Videos und Fotogalerien zum Verkauf an oder zeigen sich kostenpflichtig vor einer Webcam. Von den Einnahmen, die das Portal damit macht, wird den Amateuren ein Anteil von 25 % ausbezahlt. MyDirtyHobby bietet zeigefreudigen Amateuren also die Möglichkeit, mit erotischen Darstellungen Geld zu verdienen, während Usern das Gefühl vermittelt wird, echten Amateur-Sex zu erleben. Auch eine Kontaktaufnahme über ein internes Nachrichtensystem ist möglich.

MyDirtyHobby Webseiten ScreenshotLaut Alexa Ranking zählte mydirtyhobby.com Ende Oktober 2015 mit Rang 262 zu den am häufigsten aufgerufenen Websites in Deutschland überhaupt. Man findet zwar keine Angaben zu den aktuellen Mitgliederzahlen, jedoch sollen mit Stand Oktober 2015 nahezu 3,8 Mio. Bilder sowie über 370.000 Videos online sein. Unter den Mitgliedern befinden sich Amateurdarstellerinnen, die am deutschen Markt bereits einen gewissen Promi-Status erlangt haben, und vereinzelt auch Professionelle wie die bekannte Pornodarstellerin Vivian Schmitt. Den zahlreichen neueren Amateur-Communities, die in den letzten Jahren am Markt erschienen sind, liegt MyDirtyHobby in punkto Mitgliederzahlen und Bekanntheitsgrad zweifellos voran.

Primär handelt es sich bei MyDirtyHobby um eine deutsche Website, die aber zunehmend in andere Länder expandiert: So wird in der Sprachauswahl neben Deutsch auch Englisch und Niederländisch angeboten. Die Amateure selbst stammen großteils aus Deutschland, man findet aber auch Mitglieder aus Ländern wie Österreich, der Schweiz, Holland oder Italien.

An wen richtet sich MyDirtyHobby?

Prinzipiell kann man sich bei MyDirtyHobby als Amateur oder als User anmelden. Auch wenn keine Angaben zur Mitgliederverteilung veröffentlicht werden: Klickt man sich durch die Profile der Amateure, die gerade online sind, so handelt es sich fast ausnahmslos um Frauen im Alter von 18 bis etwa 40, vereinzelt auch darüber. Auf der Seite der User dürfte die primäre Zielgruppe also in heterosexuellen Männern bestehen, die auf der Suche nach „echtem“ Amateursex abseits der altbekannten professionellen Pornos sind, ganz nach dem Motto der Website: „von privat direkt zu Dir!“ Man muss allerdings auch bereit sein, für dieses Erlebnis Geld auszulegen: Denn kostenlos verfügbar sind nur ganz kurze Videosequenzen oder Bilder, die als Appetizer dienen, abgesehen davon hat man als nicht zahlender User kaum Möglichkeiten, die Website zu nutzen.

Was kostet die Nutzung von MyDirtyHobby?

Kommen wir also zur Preispolitik von MyDirtyHobby. Man kann sich auf der Website wahlweise als „normaler“ oder als VIP-User anmelden. Als normaler User zahlt man nur für konsumierte Inhalte, während man als VIP-User ein Abonnement eingeht. Um Videos, Bilder oder Webcam-Zugänge zu kaufen, muss man im Prepaid-Verfahren zunächst sogenannte „Dirty Cents“, die interne Währung von MyDirtyHobby, erwerben. 100 Dirty Cents entsprechen 1 Euro, bei der Erstanmeldung erhält man eine Gratis-Zugabe von 50 %. Die Preise können von den Amateuren selbstständig festgelegt werden, sie bewegen sich bei Videos zwischen 1,5 und 5 Cent pro Sekunde, bei Bildern zwischen 10 Cent und 1 Euro und bei Webcams zwischen 1 und 3 Euro pro Minute. Für eine Nachricht an einen Amateur zahlt man in der Regel zwischen 5 Cent und 1 Euro.

Welche Vorteile bringt die VIP-Mitgliedschaft?

Als VIP-Mitglied geht man ein Abonnement für ein, zwei oder drei Monate ein, erhält dafür eine bestimmte Anzahl an Dirty Cents sowie zusätzliche Boni und Rabatte. Außerdem kann man neue Videos früher sehen als Nicht-VIPs und hat kostenlosen Zugriff auf die mobile Version von MyDirtyHobby.

Das kostet die Mitgliedschaft:

  • 1 Monat: 19,95 Euro für 2.200 Dirty Cents pro Monat
  • 2 Monate: 35,90 Euro für 4.000 Dirty Cents pro Monat
  • 3 Monate: 49,85 Euro für 5.600 Dirty Cents pro Monat

Inkludiert ist also bereits ein Rabatt auf das Gesamtpaket an Dirty Cents, außerdem gibt es Bonus-Tage, an denen man bei zusätzlichen Aufladungen 10 % gratis erhält. Wer vor hat, MyDirtyHobby längerfristig intensiv zu nutzen, dürfte von der VIP-Mitgliedschaft somit profitieren. Das Abonnement verlängert sich automatisch, wenn man es nicht kündigt.

Zahlungsmöglichkeiten

Folgende Zahlungsmethoden werden angeboten:

  • SEPA-Lastschrift
  • Kreditkarte (Visa, MasterCard)
  • Sofortüberweisung
  • ClickandBuy
  • Paysafecard
  • Vorkasse
  • PayByCall

Dank 125 bit SSL-Verschlüsselung ist eine sichere Zahlung gewährleistet. Auf Kontoauszügen erscheint die Transaktion übrigens mit dem diskreten Vermerk „Colbette Ltd“ als abbuchende Firma. Rechnungen werden grundsätzlich nur per E-Mail verschickt, man muss also nicht befürchten, dass eines Tages Post mit anstößigem Absender ins Haus flattert.

Aufbau und Funktionen von MyDirtyHobby

Die Anmeldung bei MyDirtyHobby erfordert nur die Angabe von Username, Passwort und E-Mail-Adresse, anschließend wird man sofort zur Aufladung des Guthabens weitergeleitet. Erst nachdem man seine Dirty Cents bezahlt hat, steht das Portal in vollem Umfang zur Verfügung. Das Menü ist recht übersichtlich gehalten, man kann entweder in den zuletzt hochgeladenen Videos und Bildern blättern oder die Suchfunktion nutzen, um nach Amateuren oder nach bestimmten Kategorien zu suchen. Darüber hinaus gibt es „Top“-Listen mit den beliebtesten Videos, Bildern oder Amateuren sowie eine Anzeige, wer gerade online ist.

Bilder und Videos kaufen

Pro Tag werden etwa 200 bis 300 neue Videos sowie über 2.000 neue Bilder hochgeladen. Man findet dabei jeweils eine Preisangabe sowie eine Angabe der Video-Länge, eine Kurzbeschreibung durch den Amateur selbst und häufig auch Bewertungen oder Kommentare anderer Nutzer. Die gekauften Bilder oder Videos werden nur im Benutzer-Account gespeichert, auf die eigene Festplatte herunterladen kann man sie nicht – das bedeutet, dass man darauf auch nicht mehr zugreifen kann, sobald man seinen Account löscht. Die Ladezeiten der Videos sind im Allgemeinen recht kurz und der Ablauf störungsfrei, allerdings kann eine lahme private Internetverbindung schon mal dazu führen, dass ein Video ins Stocken gerät.

Webcams

Wer Amateure lieber live vor der Kamera sehen will, hat Zugriff auf zahlreiche Webcams – abgerechnet wird hier pro Minute. Man kann sich dabei wahlweise in den Gruppen-Chat oder in einen Premium-Chat einloggen, bei dem man mit dem Camgirl allein ist. Es gibt auch eine Cam2Cam-Funktion, das heißt, User können zeitgleich mit ihrer eigenen Webcam senden.

Nachrichtenfunktion

Über die Nachrichtenfunktion kann man Kontakt zu Amateuren aufnehmen, was in der Regel kostenpflichtig ist. Manche Amateure bieten die Nachrichtenfunktion gratis an, dann aber häufig nur für User, die bei ihnen bereits gekauft haben. Grundsätzlich gibt es somit die Möglichkeit, private Sexkontakte zu knüpfen, wobei jedoch nicht alle Amateure an privaten Treffen interessiert sind. Manche suchen gezielt nach Usern, die mit ihnen Videos drehen möchten, welche anschließend wieder auf MyDirtyHobby hochgeladen werden. Über die PLZ-Suche kann man sich gezielt nach Amateuren in der Nähe des eigenen Wohnorts umsehen.

Suchfunktion

Über die Suchfunktion kann man bei MyDirtyHobby eine recht gezielte Auswahl treffen, wobei man entweder nach Amateuren oder nach Kategorien von Videos und Bildern suchen kann. Die Auswahlkriterien gehen bis ins letzte Detail: Nicht nur Figur oder Augenfarbe, auch Körbchengröße, Körperbehaarung oder das Vorhandensein von Tatoos und Intimpercings werden bei MyDirtyHobby als Suchmöglichkeiten angeboten. Ebenso hat man bei der Kategoriensuche eine detaillierte Auswahl zwischen verschiedenen sexuellen Vorlieben und Spielarten wie etwa Outdoor-Sex, reife Frauen, Bondage oder Gruppensex.

Welche Fetische werden angeboten?

Man erkennt bereits anhand der Suchfunktion: Tabus gibt es auf MyDirtyHobby recht wenige. Konkret ist es die Darstellung von Kot, Blut und von Minderjährigen, die gemäß der Richtlinien von MyDirtyHobby untersagt ist. Liebhaber von Spielarten wie BDSM, Bondage, Extreme Hardcore, Nylons oder Natursekt kommen hingegen voll auf ihre Rechnung, auch Homosexuelle und Transsexuelle sind in der Community zu finden.

Und wie sieht es mit dem Jugenschutz aus?

Die Jugendschutzbestimmungen sind in Deutschland bekanntlich ja recht strikt, und hier stößt man bei MyDirtyHobby auf ein interessantes Detail. Es gibt die Website nämlich in zwei Versionen, die sich jeweils nur durch die Endung unterscheiden: mydirtyhobby.de und mydirtyhobby.com. In ihrem Aufbau ähneln sich die beiden Websites bis ins kleinste Detail, selbst in der Statistik werden übereinstimmende Anzahlen an Videos und Bildern genannt. Auf den entscheidenden Unterschied stößt man erst, wenn man in das Impressum klickt: Zwar wird auf beiden Websites der gleiche Betreiber angeführt, nämlich eine Firma namens „Colbette II Limited“, die in Zypern beheimatet ist. Darüber hinaus aber wird im Impressum von mydirtyhobby.de ein Jugendschutzbeautragter angegeben, ein Rechtsanwalt aus Berlin – auf mydirtyhobby.com hingegen fehlt er. Nach deutscher Gesetzeslage muss jeder, der im Internet sogenannte jugendgefährdende Inhalte anbietet, einen Jugendschutzbeauftragten bestellen. Außerdem ist man als Betreiber verpflichtet, eine Altersverifikation durchzuführen, sodass sichergestellt ist, dass die Website nicht von Minderjährigen genutzt werden kann.

Altersverifikation

Der Verdacht liegt somit nahe, dass es sich bei mydirtyhobby.de um eine Alibi-Website handelt, auf der die Jugendschutzbestimmungen eingehalten werden – während man es auf mydirtyhobby.com mit der Altersverifikation nicht so genau nimmt. Denn: „Eine Altersverifizierung schreckt 90 % der Kunden ab“, so wird ein ehemaliger Mitarbeiter in der „Welt am Sonntag“ zitiert. Tatsächlich ist es so, dass bei der Anmeldung als User auf mydirtyhobby.com keine Altersverifikation vorausgesetzt wird, nur für Amateure sind strengere Kontrollen vorgesehen.

Ist MyDirtyHobby seriös?

Mit seiner laschen Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen steht MyDirtyHobby allerdings nicht allein da: Auf zahlreichen Gratis-Portalen reicht bekanntlich die Selbstauskunft durch einen Klick auf den Button „Ja, ich bin über 18“ aus, um auf die Inhalte zugreifen zu können. Immerhin achtet man bei den Amateuren darauf, dass die Altersgrenzen eingehalten werden: Nur wer einen Personalausweis zusammen mit einem Foto hochgeladen hat, wird für das Portal freigeschaltet.

Positiv fällt bei MyDirtyHobby auf, dass das Portal in punkto Kosten absolut transparent ist: Man bezahlt als Nicht-VIP-User nur, was man konsumiert, und das im Prepaid-Verfahren, so dass keine böse Überraschung im Nachhinein droht. Die Preise für eine VIP-Mitgliedschaft sind moderat und beinhalten darüber hinaus zahlreiche Extras wie Boni und Rabatte. Angenehm ist auch, dass man von blinkenden Werbebannern, wie man sie von Gratis-Portalen kennt, verschont bleibt. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass manche Amateure eher daran interessiert sind, Einnahmen zu lukrieren als reale Kontakte zu knüpfen, und dass sie oft nur bei zahlungskräftigen Nutzern bereit sind, auf Sonderwünsche einzugehen. Wer auf kostenlose reale Sexkontakte hofft, wird also möglicherweise enttäuscht. Es kommt auch vor, dass Prostituierte das Portal MyDirtyHobby zur Kontaktanbahnung nutzen. Unter Umständen erfährt man erst nach längerer (kostenpflichtiger!) Konversation, dass ein Treffen nur gegen „Taschengeld“ möglich ist.

Für die Seriosität des Portals spricht, dass MyDirtyHobby seinen Mitgliedern einen telefonischen Support anbietet, der sowohl werktags als auch am Wochenende (jeweils zwischen 11:00 Uhr und 24:00 Uhr) erreichbar ist. Auch per E-Mail oder über ein Online-Kontaktformular kann man sich an die Mitarbeiter des Supports wenden, falls man Probleme oder Fragen hat, die in den recht ausführlichen FAQs der Website nicht beantwortet werden.

Wer steckt eigenlich hinter MyDirtyHobby?

Im Impressum von MyDirtyHobby wird – wie gesagt – ein in Zypern ansässiges Unternehmen names „Colbette II Limited“ angegeben. Tatsächlich gehört das Portal zur Mindgeek-Gruppe, die bis 2013 unter dem Namen Manwin firmierte und im Besitz von „Porno-König“ Fabian Thylmann war. Thylmann wurde im Dezember 2012 wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in Belgien festgenommen und saß vorübergehend in U-Haft. Im Oktober 2013 verkaufte er seine Anteile an Manwin an das hauseigene Management, welches Manwin in der Folge in Mindgeek umbenannte.

Mindgeek ist Inhaber so bekannter Marken wie YouPorn, PornHub, SpankWire oder Digital Playground, 2011 übernahm die Gruppe zudem die Online-Version des Playboy sowie dessen Fernsehprogramme. Man hat es also wahrlich mit einem Riesen der Erotik-Branche zu tun, der vor allem den Porno-Markt im Internet mit seinen Geschäftsideen revolutioniert hat. Einem Artikel der „Welt am Sonntag“ zufolge soll das komplexe Firmengeflecht der Mindgeek-Gruppe in erster Linie dazu dienen, in Deutschland erwirtschaftete Gewinne kostengünstig in Zypern zu versteuern. Zudem stützen sich die verschiedenen Bezahl- und Gratis-Websites gegenseitig: Denn die kurzen Appetizer-Sequenzen auf YouPorn oder PornHub sollen in erster Linie zahlende Kunden auf die kostenpflichtigen Portale locken. Laut „Welt am Sonntag“ könne man sich die Gratisseiten daher wie „gigantische Verschiebebahnhöfe“ vorstellen, die dazu dienen, den Traffic hin zu den Bezahlseiten zu steuern.

Was bietet MyDirtyHobby seinen Amateuren?

Seine Einnahmen lukriert das Portal MyDirtyHobby wie gesagt fast ausschließlich über Amateure, die ihr Bild- oder Videomaterial hochladen oder sich Usern über ihre Webcam zeigen und dafür individuelle Kaufpreise festlegen. Von diesen Kaufpreisen erhalten die Amateure einen Anteil von 25 %, der Rest wird von MyDirtyHobby einbehalten. Nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist jedoch, dass von diesem 25 %-Anteil die Mehrwertsteuer abgezogen wird und die realen Einnahmen somit niedriger liegen. Ausbezahlt wird immer Mitte des Monats und nur dann, wenn eine Mindestsumme von 50 Euro erreicht wurde.

Die Spannbreite der Einnahmen, die Amateure tatsächlich erzielen, ist der „Welt am Sonntag“ zufolge groß: Sie reicht von knapp 100 Euro pro Monat bis hin zu Spitzensummen von über 16.000 Euro pro Monat – wobei letzteres die Ausnahme sei. Ehemalige Mitarbeiter geben an, dass nur ein geringer Anteil der Frauen von ihren Einnahmen wirklich leben könne. Nicht zuletzt hängt das davon ab, welchen Einsatz man zu geben bereit ist: „Wenn man sich verdeckt zeigt und auch nicht real trifft, ist es relativ schwierig, sein Bildmaterial an den Kunden zu bringen“, so eine ehemalige Amateurin.

Die Anmeldung eines Gewerbes wird von MyDirtyHobby übrigens nicht vorausgesetzt. Man kann aber davon ausgehen, dass das Finanzamt möglicherweise eine gewerbliche Absicht hinter dem „Hobby“ vermutet. Grundsätzlich ist es nicht illegal, erotische Aufnahmen über das Internet zu Geld zu machen. Man sollte sich jedoch im eigenen Interesse vorab informieren, welche Steuerpflichten daraus entstehen können.

Den Zugpferden werden Exklusivverträge geboten

Selbstverständlich hat MyDirtyHobby Interesse an Darstellerinnen, mit denen sich besonders hohe Umsätze lukrieren lassen. Eine davon ist die 20-jährige Amateurin „Lucy Cat“. In einem Interview erzählt „Lucy Cat“, dass ihr von MyDirtyHobby ein Exklusivvertrag angeboten wurde, nachdem ihre Videos es bereits innerhalb der ersten drei Monate in die Top Ten geschafft hatten. Das bedeutet: Sie bekommt mehr als die üblichen 25 % ausbezahlt, verzichtet andererseits aber auch darauf, ihre Clips auf anderen Portalen anzubieten. Von dem „Deal“ profitieren beide Seiten: Dem Portal bringt „Lucy Cat“ höhere Umsätze – an denen sie selbst wiederum beteiligt wird. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, in den Genuss eines solchen Exklusivvertrages zu kommen. Wie „Lucy Cat“ berichtet, wurde ihr Potential vor dem Vertragsangebot anhand der Klick-Ratio von Werbebannern gemessen, die auf Gratisseiten geschalten wurden.

Fazit: Ist MyDirtyHobby empfehlenswert?

Man erkennt also: Alle Beteiligten einer Erotik-Community – User und Amateure ebenso wie die Betreiber – haben jeweils ihre Interessen, nicht immer aber können alle Interessen gleichermaßen erfüllt werden. Für wen lohnt sich daher die Nutzung, und für wen lohnt sie sich nicht? Wie immer hängt das davon ab, was man sucht. Positiv hervorzuheben ist an MyDirtyHobby, dass es sich um eine etablierte, vergleichsweise seriöse Plattform mit einem transparenten Kostenmodell handelt. Es werden sehr unterschiedliche Vorlieben abgedeckt und die Mitgliederzahlen sind hoch. In technischer Hinsicht läuft die Website zumeist einwandfrei, dank SSL-Verschlüsselung sind die Mindestanforderungen für sichere Zahlungen gewährleistet, abgesehen davon ist der Innenbereich aber unverschlüsselt. Vor „bösen Überraschungen“ ist man bei MyDirtyHobby alles in allem weitgehend gefeit.

Wer ganz einfach heiße Amateur-Videos und Sex Livecams genießen will und bereit ist, dafür moderate Summen an Geld auszulegen, wird bei MyDirtyHobby auf seine Kosten kommen. Für potentielle Amateure gilt: Hat man eine ausgeprägt exhibitionistische Ader und kein Problem damit, sein Material offen zugänglich ins Internet zu stellen, dann erlaubt MyDirtyHobby, sich mit dieser Vorliebe ein wenig Taschengeld zu verdienen. Mehr als das sollte man jedoch – gerade zu Beginn – nicht erwarten: Wer glaubt, mit ein wenig Einsatz vor der Kamera ließe sich schnell großes Geld verdienen, sitzt einer Illusion auf. Auch im Amateur-Bereich wird mittlerweile ein gehöriges Maß an „Professionalität“ vorausgesetzt, will man es in die Spitzenliga der gutverdienenden Darstellerinnen schaffen.

Zum Abschluss: einige Tipps

Als User von MyDirtyHobby sollte man Folgendes beachten:

  • Freundliche Nachrichten kommen bei den Amateuren in der Regel besser an als allzu derbe, vulgäre Kommentare.
  • Ein VIP-Status zeigt an, dass man(n) bereit ist zu kaufen und erhöht daher die Chancen, dass Nachrichten beantwortet werden.
  • Auch eigene Fotos und Videos wirken kommunikationsfördernd.

Tipps für potentielle Amateure:

  • Die Bild- und Video-Qualität ist ein entscheidendes Erfolgskriterium – niemand will verwackelte oder unscharfe Bilder sehen.
  • Kein Video ohne Ton!
  • Authentisch bleiben. Nur wer Spaß an der Sache hat, kann ihn auch vermitteln.

Quellen:

 

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